Neues Projekt im historischen Dorfkern von Obersays

Sorgfältige Weiterentwicklung von Bestehendem.

Mitten im historischen Dorfkern von Obersays arbeiten wir derzeit an einem spannenden Projekt, das den respektvollen Umgang mit der bestehenden Bausubstanz mit zeitgemässen Wohnbedürfnissen verbindet.

Ausgangslage 

Die Ausgangslage ist geprägt durch eine klare und charakteristische Struktur: ein Wohnhaus, ergänzt durch eine traditionelle Holz-Stallung. Beide Volumen sind über einen südseitigen Vorplatz miteinander verbunden und bilden ein stimmiges Ensemble. Dieses räumliche Prinzip – die Beziehung zwischen zwei eigenständigen Baukörpern und dem verbindenden Platz – bildet den Kern des neuen Entwurfs. 

Leitidee und räumliche Organisation 

Ziel des Projekts ist es, den ursprünglichen Charakter der Anlage zu bewahren und gleichzeitig zeitgemässe Wohn- und Nutzungsanforderungen zu integrieren. 

Die Piazza fungiert weiterhin als zentraler Verteilerraum: Sie schafft eine klare Orientierung, verbindet die beiden Gebäude konzeptionell miteinander und bildet den sozialen Mittelpunkt der Anlage. 

Die Erschliessung erfolgt von Norden, wo sich die Zufahrt sowie eine Garage und ein Aussenstellplatz befindet. Diese Lösung gewährleistet eine klare Verkehrsführung und hält den südlichen Bereich frei für Aufenthalts- und Gartenflächen. Sämtliche Eingänge liegen in unmittelbarer Nähe zum Vorplatz, was kurze Wege und eine intuitive Orientierung ermöglicht. 

Materialisierung und architektonischer Ausdruck 

Die Materialwahl orientiert sich an der Typologie des Bestands und an der regionalen Bauweise: 

Holzfassaden nehmen den Charakter der bestehenden Stallung auf und verleihen dem Ensemble Wärme und Natürlichkeit. 

Ein massiver Sockel aus Mauerwerk bildet eine robuste Basis und unterstreicht den Bezug zur alpinen Bautradition. 

Die Kombination aus traditionellen Materialien und zeitgemässer Interpretation schafft ein Gebäude, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt und zugleich eine hohe Wohnqualität bietet. 

Bestehendes Walserhaus 

Das Untergeschoss des bestehenden Walserhauses bleibt erhalten. Aufgrund der sehr geringen Raumhöhen kann mit der bestehenden Bausubstanz keine zeitgemässe Wohnqualität erreicht werden. Aus diesem Grund wird das Gebäude bis auf das Sockelgeschoss zurückgebaut und anschliessend mit angemessenen Raumhöhen in Holzbauweise neu aufgebaut. 

Die neue Konstruktion orientiert sich an der ursprünglichen Gebäudeform sowie an der regionalen Bauweise und fügt sich dadurch weiterhin selbstverständlich und harmonisch in den Dorfkern ein. 

Zweites Walserhaus 

Mit dem Rückbau des bestehenden Stalls entsteht ein zweites neues Walserhaus, das sich in Typologie und Volumetrie am Bestand orientiert. 

Der neue Baukörper besteht aus zwei getrennten Volumen, die unterschiedliche Funktionen beherbergen (ein Hauptbau mit Wohnnutzungen und ein unbeheizter Nebenbau mit Garage und Werkstatt), die durch eine einzige Überdachung zusammengefasst werden. 

Der neue Baukörper orientiert sich am bestehenden Volumen des Stalls und fügt sich so gut in den Dorf-Kontext ein.

Architektur mit Respekt für die Geschichte und Blick in die Zukunft.

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